Montag, 26. September 2016

Verpackungen mit Schrift

Hier hatte ich einen Teil der Schrift von der Buch-Verpackung schon einmal vermustert.
So sehen die ganzen Verpackungen aus, einmal eine runde Dose und die andere mit Magnetverschluss nach der hier beschriebenen Machart.












Bezogen habe ich die Pappen mit selbstklebendem, grundiertem Gewebe. Darauf wurde flüssiges Wachs gestrichen und Seidenpapierstücke, bei der Dose ein Ecoprint auf sehr dünnem Papier, aufgelegt, angerieben und (in meinem Fall) mit einem uralten Encaustic-Bügeleisen das Wachs zum Schmelzen gebracht und das Papier so eingelassen und versiegelt.
Geschrieben habe ich mit verschiedenen Tinten und schmaler Bandzug- bzw. Spitzfeder auf Abaca-Tissue. Normalerweise würde die Tinte da total auslaufen, aber wenn man das Papier zuerst mit Dupont Anti-Fusant 2M einstreicht, funktioniert das ganz wunderbar! Lieber Fritz, ganz herzlichen Dank für diesen Tipp! Dieses Anti-Fließmittel ist eigentlich für die Seidenmalerei gedacht, funktioniert aber auf Papier genau so gut. Wenn es getrocknet ist, ist es nicht mehr zu sehen, auch spürt man keinen Unterschied, man muss sich also genau merken, wo man eingestrichen hat.
Die Brandlöcher sind mit einer glühenden Schaschlikspieß-Spitze gemacht.

Das Gewebe an der Kante ist ringsum mit passend angemischter Aerocolor bemalt.
Die Klappeninnenseite wurde mit einem   Ecoprint auf Aquarellpapier kaschiert.























In die freie Fläche um den Text habe ich mit einer Nadel Linien gekratzt und dann Ölfarbe in die Kratzer "massiert".




Und weil die Ecoprints mit Blättern aus der Heimat gemacht sind, dürfen die Verpackungen noch zur papierliebeammontag

Freitag, 23. September 2016

Ein Wochenende für die Schrift

Schon vorletztes Wochenende verbrachte ich ein wunderbares Wochenende im hohen Norden.
Zuerst zum Siebdrucken mit den Wortgut-Mädels, damit unser Stoffvorrat wieder aufgefüllt ist für neue Werkzeugrollen und mehr.
 In Birgits Atelier und in so netter Gesellschaft rennt die Zeit, aber wir waren doch recht produktiv.
 Und weil wir wunderbares Wetter hatten, konnte man tagsüber auch draußen arbeiten. Hier trocknete die Farbe schnell, und man konnte mit einer zweiten und dritten Farbe darüber drucken.
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Am Samstagvormittag bekam ich eine private Stadtführung in Lüneburg, dafür nochmal ganz herzlichen Dank an Gaby und Petra, es hat großen Spaß gemacht mit euch!

 
 Lüneburg ist ein ganz wunderschönes Städtchen mit bezaubernden Gässchen, eine top gerichtete Altstadt! Und leckerem Eis ; )

Dieses Tassenbuch hatte es mir angetan : )

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Und am Sonntag stand die Vernissage der Schriftgruppe "lettera" an, "Goethes Hidschra" in der St. Nikolai-Kirche am Klosterstern. 

Eine kleine, feine Ausstellung, wer kann, sollte sie sich nicht entgehen lassen - bis 9. Oktober besteht noch die Gelegenheit!

Die Arbeiten von links nach rechts: 
Eveline Petersen-Gröger, Antje Glashagen-Stuck, Marí Emily Bohley, Eveline Petersen-Gröger, Marí E. Bohley

 Frank Fath, Frank Fath, Anja Lüdtke 
Anja Lüdtke, Ursula Schröder-Höch 
Beide Banner: Birgit Nass

Beide Banner: Jasna Wittmann
Banner: Antje Glashagen-Stuck

2-teiliges Bild: Birgit Nass
Alle anderen Bilder sind hinter Glas und haben sich deshalb nicht wirklich fotografieren lassen. Zudem muss man das alles in Natura gesehen haben! 


verlinkt beim freutag, bei pamelopee und meertje

Donnerstag, 22. September 2016

geblockte Streifen = Blockstreifen?

Vor einiger Zeit habe ich bei Stoffonkel eines der Restepakete ergattert. Zunächst mit dem gleichen Gedanken, der normalerweise bei Restepaketen aufkommt: "Prima, ein ganzer Haufen schicke Kombistoffe für Kindersachen!" Denn da kommt man auch mit mal nur 30cm breiten Streifen gut hin.

Als das Paket nun aber da war, fand ich viele der Farben auch für mich so schön. Und als ich mich dann mit den Flatlocknähten beschäftigte, ploppte plötzlich die Idee in meinen Kopf: Warum nicht die Streifen mit hübschen Nähten blocken? 
Gedacht, getan - einen vollen Abend schnitt und nähte ich Streifen um Streifen zu einem großen Stück Stoff zusammen. Erst anschließend habe ich zugeschnitten. So war es am Einfachsten, an Vorder- und Rückenteil gleichmäßig breite Streifen zu erhalten, ohne viel messen zu müssen. Das ging prinzipiell auch richtig gut... ist aber so gar nicht zu empfehlen! Flatlocknähte dröseln sich nämlich gerne mal auf, da müsst ihr richtig gut vernähen am Ende. Nur Fäden einziehen oder nochmal mit einer anderen Naht drüberheizen ist nicht! Aber dazu nächste Woche mehr. 

Genäht habe ich übrigens alles mit Pink. Das ist ja sonst nicht so meine Farbe, aber zu den Braun- und Minttönen fand ich es einfach spitze. Ich bin sowieso ganz angetan von meinem Shirt, und bequem ist es auch noch. Prima!

Der Schnitt ist eine Miss Mila. Allerdings habe ich ihn ein ganzes Stück verlängert und etwas tailliert genäht. So mag ich das.
Die Säume habe ich alle mit Jerseystreifen eingefasst. Eigentlich habe ich da auch ein spezielles Nähfüßchen für - das funktioniert mit Webware auch einwandfrei. Mit Jersey stehe ich damit allerdings noch immer auf Kriegsfuß. Das mache ich also noch in mehreren Arbeitsgängen...


Stoff: Streifenjersey von Stoffonkel
Schnitt: Miss Mila von My little Ladybird

Mittwoch, 21. September 2016

Marmelade-Etiketten (& Verlosung)

Unser Zwetschgenbäumchen trug dieses Jahr endlich mal wieder reichlich. Es reichte für ungefähr 25 Gläser Marmelade und ein eingefrorener Vorrat für Kuchen (außer den schon gegessenen ; )
Marmelade kochen geht ja relativ zügig - was bei mir viel mehr Zeit braucht, sind die Etiketten.
Bisher hatte ich das Zwetschgenmotiv schabloniert, was auch relativ zeitaufwändig ist. Deshalb habe ich schnell einen Stempel geschnitzt, damit ging es recht flott. Und dass der Stiel nun halt auch grün ist, darf man nicht so eng sehen.
Eigentlich gefällt mir das gestempelte Motiv mit den kleinen "Schnitzlinien" sogar besser. Auch sind die Konturen klarer. Dafür kriegt man den Farbverlauf beim Schablonieren etwas "softer" hin...

Ich mache meine Etiketten immer aus selbstklebendem Universal Etikettenpapier und beschrifte und bestempele einen kleinen Vorrat. Danach werden sie datiert und zugeschnitten.

So kommt es nun, dass ich noch drei Blätter für sechs Etiketten übrig habe, die ich für einen Kommentar verschenken möchte. Falls mehrere eingehen, entscheidet das Los ; )











Und nun ab zu Susannes papierliebe-am-montag, weil Zwetschgen aus heimischem Garten... : )
verlinkt auch bei: pamelopee und meertje

Dienstag, 20. September 2016

Ein letztes Mal Sommer...

... mit der Melonenkatze.

Aber eigentlich kann man schöne Shirts ja immer gebrauchen - im Sommer solo und im Herbst für untendrunter.
Hier habe ich mal was Neues ausprobiert: Flatlocknähte.

Bisher wusste ich gar nicht, dass meine Overlock das kann (die Anleitung verschweigt das nämlich), also habe ich mich einfach mal ans Ausprobieren gemacht. Und siehe da, wenn die richtige Einstellung gefunden ist, geht das wunderbar!
Hier habe ich alle Säume damit gearbeitet.

Und weil ich mich in diese Nähte so richtig verliebt habe, habe ich gleich noch ein gepatchtes Shirt für mich gemacht (zeige ich euch am Donnerstag) - und ein Tutorial ist auch schon in Arbeit.

Flatlockstich am Saum


Aber zurück zur Melonenkatze: Genäht habe ich eine Marlene von Schnittreif, allerdings habe ich die Dreiecke zum Hals hin um etwa einen Zentimeter verbreitert und auch Ärmel und Saum etwas verlängert. So passt das Shirt meiner Maus einfach besser.

Das Shirt wurde in den letzten warmen Tagen auch schon ausgiebig getragen. Was mir beim Nähen aufgefallen ist, ist, wie weich sich der Jersey greift. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran es liegt, aber das hier ist ein echtes Streichelstöffchen. :-)


Schnitt: Marlene von Schnittreif
Stoff: Milli Melony und rosa Streifen von Stoffonkel
verlinkt bei: kiddikram, zeig-genähtes, saisonal sewing, creadienstag, dienstagsdinge, HoT


Montag, 19. September 2016

Karten-, Gutschein-, Geldtasche

Manu war zu einer Hochzeit eingeladen und wünschte sich von mir eine "Taschen-Karte". Schwarz-weiß sollte sie sein und ein bisschen rot (Dresscode für alle: was Rotes soll dabei sein). Als Mann wollte er es eher "nüchtern", wir einigten uns dann darauf, dass ich nur mit dem Datum spiele. So weit die Vorgaben.



Ich verwendete ein 30 x 40 cm großes, 265 g schweres Aquarellpapier und habe dann das Datum kreuz und quer mit unterschiedlich breiten Bandzugfedern und möglichst dünnflüssiger Maskierflüssigkeit (Dr. Ph. Martins Level 2) geschrieben und zusätzlich noch ein bisschen was davon aufgespritzt.






















Nach dem Trocknen habe ich mit einem breiten Pinsel Wasser aufgestrichen, ein bisschen schwarzes Brusho-Aquarellpulver aufgestäubt und mit dem nassen Pinsel stellenweise verstrichen. Für doch ein bisschen (Hochzeits)Glanz, wurde dann wenig Perfect Pearls aufgesprüht.









Wenn nun wieder alles trocken ist, kann die Maskierflüssigkeit abgerubbelt werden - die Schrift erscheint klar abgegrenzt und weiß.












Danach sorgte ich für das bisschen Rot: zwei verschiedene rote Nagellacke wurden aufgespritzt. Und weil Nagellack (für mich) so kopfwehmäßig riecht, habe ich den Block zum Trocknen nach draußen gelegt - und verpasst, als es zu Nieseln angefangen hat : ( Bei der Aquarellfläche kann man es vielleicht als "happy accident" betrachten, denn die Tropfenstruktur gefällt mir gut - nur darüber, dass die Farbe auch in die Schrift gelaufen ist, war ich nicht sehr glücklich. Aber es hätte ja schlimmer kommen können, wenn es gleich richtig geregnet hätte ; )


Als Verschluss wählte ich etwas größere Zier-Musterbeutelklammern, die mit dem Glitter-Nagellack bemalt wurden. Die Schnur zum Verschließen durfte in krapproter Aerocolor baden.
Statt geklebt ist die Tasche ringsum relativ knappkantig ab- und zusammengesteppt.

verlinkt mit: crealopee